Senegalreise 2016

Es war für mich eine große Freude, dass unser Sohn Stefan, seit dem Besuch von Elhadji Francois Diouf, Interesse an unseren Projekten zeigt und diese auch besuchen wollte.

Er traf unsere Projektpartner Dr. Ute Gierzcynski-Bocandé sowie Elhadji wieder, der ja schon zweimal bei uns im Gottesdienst war. Mit ihm war er mehrere Tage im äußersten Südosten unterwegs. Dort im Bassari-Land, an der Grenze zur Republik Guinea, haben wir bisher 13 Buschschulen finanziert. Er besuchte die sechs älteren Schulen, brachte jeweils ein Sponsorenschild an, sprach mit den Lehrern und schenkte jeder Klasse einen Fußball. Interessant war dabei, dass sich nun der Staat in einem Dorf veranlasst sah, eine große öffentliche Schule zu bauen. Die betroffene Buschschule war fünf Jahre genützt worden und kann jetzt als Versammlungsraum für Frauen oder Kindergarten Verwendung finden.

Mit Elhadji war er auch in einem Dorf bei Vélingara. Dort will eine Gruppe engagierter Frauen mit der Unterstützung des Dorfes, mit Avancee, Brot für die Welt und uns ein großes Gartenbau-Projekt starten. Eine Reihe von Fragen waren und sind noch zu klären. Bei 42 Grad im Schatten, aber auch ersten Regenfällen, war das keine leichte Mission. Etwa 1.600 km waren dafür mit dem Auto zurückzulegen.

Weiterhin besuchte er den Schulneubau in Ndoffane, bei Joal-Fadiouth. Dort bauen wir zur Zeit - zusammen mit Brot für die Welt, ABT Sportsline und Avancee - ein Schulhaus für drei Klassen. Es ist die Ergänzung der von Eltern getragenen Hauptschule, die dann sechs Klassen hat. Der Rohbau ist fertig. Im Moment geht es um das Dach und den Putz, der noch vor der Regenzeit fertig werden sollte. Überwältigend war der Empfang und das Fest mit Musik und Tanz, das zu seinem Besuch veranstaltet worden war.

Es ging Stefan so, wie wohl vielen vor ihm, die die Menschen im Senegal und ihre Probleme einmal persönlich erleben konnten: Man ist von der Gastfreundschaft tief berührt und verspürt den Wunsch zu helfen. Unsere Projekte zeigten ihm aber auch, dass Bildung und Beschäftigung wirksam helfen, Landflucht und Migration zu vermeiden und den Menschen eine Zukunftsperspektive im Land geben.

Gottfried Kölbl

Zurück