Jahresbericht 2012

Ein kurzer Bericht soll Ihnen zeigen, was mit Ihrem Geld erreicht wurde. Spenden, die zum Ende des letzten Jahres noch eingegangen waren, zusammen mit den Spenden in 2012 ermöglichten es uns, insgesamt die Summe von 48.125 Euro für unsere Projekte in Senegal zu überweisen!

Davon gingen 14.825 Euro an die Mission in Kedougou, die damit ihren Schulbetrieb und das Internat finanziert. Ein Münchener Entwicklungshelfer, der ein Jahr dort verbracht hatte, hat die Sammlung initiiert. Wie bisher, erhielten das Collège St. Gabriel in Thiès und die Landschule in Ngollar insgesamt 5.000 Euro. In Thiès ermöglichen wir damit etwa 65 SchülerInnen, die Schule weiter zu besuchen, indem sie als Kinder armer Eltern eine Schulgeldhilfe bekamen. Jacques Bocandé - ein ehemaliger Lehrer an der Schule – begleitet die Verwendung des Geldes. In der Landgemeinde Ndoffane wollten wir, mit Unterstützung des Lions-Hilfswerkes und dem Entwicklungshilfe-Ministerium (BMZ) eine Schule bauen. Wobei die Eltern des Dorfes die Schule in eigener Initiative betreiben wollten. Der Grund dafür sind vor allem die dauernden Streiks der schlecht bezahlten Lehrer an den staatlichen Schulen. 2011/12 wäre den Schülern fast ein Schuljahr deshalb nicht anerkannt worden. Leider war es den Bearbeitern unseres Antrags nicht zu vermitteln, dass auch eine von den Eltern initiierte und getragene Schule nachhaltig sein kann.

Wir haben jetzt die Strategie geändert: Schulbau in kleinen Schritten durch Verbesserung der Einkommenssituation. 2011 und 2012 hat die Hilfsorganisation AVANCEE, die unser Vertrauensmann El-Hadji Francois Diouf leitet, je 5.600 Euro bekommen, um 33 Frauen in Ndoffane den Gemüseanbau zu vermitteln (mit anschließender Schenkung von Land zum eigenen Anbau). Auch 70 Männer haben eine Kooperative gegründet, um Gemüse und Früchte anzubauen. 3.000 Euro haben wir als Kredithilfe für die Anschaffung eines Autos gegeben, um die Erzeugnisse vermarkten zu können. Für Mikrokredite und den Kauf von Tieren hat das Dorf jetzt weitere 4.200 Euro erhalten. Dies soll bewirken, dass aus gesteigertem Einkommen der Dorfbewohner im Mai 2012 mit dem Bau einer kleinen Schule mit Kindergarten begonnen wird. Bisher geht keines der Kinder dort zur Schule!

Ein wichtiges Anliegen ist der Bau von Buschschulen im Bassari-Land (etwa 700 km südöstlich von Dakar). Die abgeschiedenen Bergdörfer in dieser Region, die vom Staat vernachlässigt wird, haben kaum Schulen. So wurden zusammen mit Caritas, in Betreuung von Dr. Ute Bocandé, die für die Konrad-Adenauer-Stiftung auch dort tätig ist, bisher vier sog. Buschschulen gebaut. Ute hat 2012 insgesamt 12.000 Euro erhalten, um den Bau drei weiterer solcher Schulen in Auftrag zu geben. Um zu erreichen, dass die junge Generation nicht ganz den Anschluss verliert und sich vor Ort eine eigene Existenz aufbauen kann, ist Bildung äußerst wichtig.

Aktuell gibt es noch eine Wunschliste von fünf weiteren Schulen dieser Art. Die Besten der Buschschüler haben nach drei Jahren die Möglichkeit, eine reguläre Schule, z.B. in Salemata, zu besuchen.

Hier leben sie während der Woche in Internaten der Mission. Aufgrund der Armut der Eltern, fehlt hier immer wieder Nahrung. Nun werden mit einem Kredit von 3.000 Euro (aus einer Vorjahres-Überweisung) zwei Gartenbau-Projekte von Frauengruppen gestartet. Sie sollen den erhaltenen Kredit in Form von Lebensmitteln zugunsten der Schüler aus den Dörfern zurückzahlen.

Ostern 2013 reist Gottfried Kölbl mit einer Gruppe von Sponsoren sowie zwei mutigen Schülerinnen und einer Lehrerin des Carl-von-Linde-Gymnasiums, Kempten, in den Senegal. Man wird auch im Bassari-Land schauen, was mit Ihren Spenden erreicht wurde. Ganz sicher kommen sie mit einem Bündel neuer Hilferufe zurück. Wäre noch zu erwähnen, dass wir insgesamt 3.500 Euro für den Sexualkunde-Unterricht durch Adelaide Ndiaye, einer jungen Hebamme, gegeben haben. Wir sind der Meinung, dass das enorme Bevölkerungswachstum eine der Wurzeln der Armut ist. Adelaide hat sowohl im katholischen Collège St. Gabriel den SchülerInnen wie den muslimischen Frauen in Ndoffane erklärt, wie man ungewollte Schwangerschaften vermeidet. Das haben in Ndoffane auch die Männer gut gefunden. Im Moment gibt es mit diesem Programm eine kurze Pause, denn Adelaide hat in diesen Tagen ihr zweites Wunschkind, ein Mädchen, bekommen. Herzlichen Glückwunsch!

Unsere Kasse ist nun bis auf 240 Euro geleert. Ein Vergelts Gott allen Spendern, die uns so großartig unterstützt haben. Wir denken, mit Ihrem Geld ist viel Gutes geschehen. Für Fragen und Anregungen sind wir aber stets offen. Damit wir mit voller Kraft auch nächstes Jahr unsere Vorhaben weiterbringen können, bitten wir Sie wieder um ein offenes Herz. Sie geben damit den Menschen ein Zeichen christlicher Solidarität, die nicht das Glück hatten, im Wohlstand geboren zu werden.

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