Besuch in Tansania 2007

Im September 2007  flog Gottfried Kölbl im Rahmen einer selbstfinanzierten Reise mit sechs weiteren Interessierten erneut nach Tansania. Früh am Morgen holten Pfarrer Klaus-Peter Kiesel und Pfarrer Yudah Lenare die Gruppe am Kilimanjaro-Airport bei Arusha ab.

Als erstes besuchte man am nächsten Tag die Gemeinde Kyomu in der Kahe-Steppe. Nach einer herzlichen Begrüßung lernte die Gruppe die zwölf Aidswaisen kennen, für die nun im vierten Jahr 1.400 Euro Schulgeldunterstützung gegeben wurde.

Nach einem eindrucksvollen Gottesdienst in der kleinen evangelischen Kirche übergab man dem Kindergarten ein Geschenk der alt-katholischen Kindergruppe in Kempten: einen Fußball, viele Hefte, Kreide und Buntstifte, aber auch Süßigkeiten. Die Freude war riesengroß.

Danach ging man durchs Dorf zur Secondary School in Ghona, wo die Jugendlichen derzeit zur Schule gehen. Hier hatte man auch Gelegenheit, sich näher kennenzulernen. Man erzählte, wie schwer es ist, das Geld in Deutschland zu verdienen und Spender zu finden. Die Jugendlichen erzählten uns von ihrer Situation und ihren späteren Plänen. Man verabredete, nun regelmäßig Briefe auszutauschen, um in Verbindung zu bleiben.

Daran anschließend waren wir bei Crispael zu Haus, einem von uns seit vier Jahren unterstützten Mädchen. Ihre Eltern starben vor vier Jahren. Sie lebt mit ihrer verwaisten Schwester bei ihrer Großmutter, wo auch die Familie ihrer Tante lebt. Spätestens in dieser kleinen Lehmhütte - ohne fließendes Wasser und ohne Strom - wurde allen klar, wie wichtig unsere Hilfe ist.

Wieder in Kyomu zurück tanzten noch Kinder der Primary School für uns, bevor uns die Frauen der Pfarrgemeinde zum Essen einluden.

Am Nachmittag lernten wir noch das neueste Projekt des Teams um Pfarrer Lenare kennen: Den Aufbau einer Farmschule in Mwangaria, insbesondere für Aidswaisen. Die verstorbenen Eltern haben wohl manchmal eine Hütte und etwas Land hinterlassen, so dass die Jugendlichen damit ihr Auskommen als Bauer finden könnten.

Die Gemeinde hat dem Team 27 Hektar Land zur Verfügung gestellt. Es ist zum Teil schon gerodet. Darauf stand ein Haus mit Unterrichtsraum und Geräteraum im Rohbau. Die rötliche Erde ist fruchtbar. Es gibt auch Wasser. Zunächst will man Gemüse und Mais anbauen. Später auch eine Baumschule aufbauen. Aus Kostengründen fängt man die Tierzucht mit Hühnern an. Der Wunsch wären auch Milchkühe. Die Investitionskosten sind mit 14.000 Euro veranschlagt.

Der Förderkreis sucht auch für dieses - uns sehr sinnvoll erscheinende Projekt - Sponsoren. Die Gruppe übergab neben der vierten Rate für das Schulgeld der Jugendlichen noch 1.600 Euro für dieses Vorhaben. Es spricht für das Team um Pfarrer Lenare, dass der Förderkreis neben den Belegen für die Verwendung auch inzwischen Fotos erhielt, die zeigen, dass das Unterrichtsgebäude jetzt - durch diese Hilfe - verputzt, gestrichen und mit Fenstern und Türen versehen ist.

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