Hilfe für Aidswaisen in Tansania

Dieses ostafrikanische Land versuchte nach seiner Unabhängigkeit den politischen Weg eines afrikanischen Sozialismus. Dieses Experiment und ein Verteidigungskrieg gegen Uganda führten zu einem Desaster der Staatsfinanzen. 1985 erfolgte ein Kurswechsel Richtung Demokratie und Marktwirtschaft. Noch heute gehört Tansania mit zu den ärmsten Ländern der Welt.

Seit Kolonialzeiten gibt es ein Netz von Schulen, das während der sozialistischen Ära ausgebaut wurde.
Es gibt eine siebenjährige Schulpflicht, die jedoch nicht immer befolgt wird. Dennoch beträgt die Analphabetenrate „nur" 20 Prozent.

Eine Geisel des südlichen Afrika ist Aids. Eine ganze Elterngeneration ist teilweise dahingerafft worden. Man schätzt die Zahl der HIV-Infizierten in Tansania auf 20 Prozent, die der Aidswaisen landesweit auf eine Million!

Diese jungen Menschen leben überwiegend bei Verwandten. Wir unterstützen seit vier Jahren zwölf dieser bedauernswerten Jugendlichen, um ihnen den Besuch der Secondary School zu ermöglichen. Dieser Schulabschluss gibt die Hoffnung, eine Berufsausbildung zu erhalten.

Entstanden ist diese Hilfe anlässlich einer Tansania-Reise von Gottfried Kölbl, die eigentlich die Besteigung des Kilimanjaro zum Ziel hatte. Auf Vermittlung des nun schon 40 Jahre im Lande lebenden deutschen Pfarrers Klaus-Peter Kiesel besuchte er Kyomu, einen Ort in der Kahe-Steppe, nahe Moshi. Hier lernte er den evangelischen Pfarrer Yudah Lenare und seine aktive Gemeinde kennen, die insbesondere für diese Aidswaisen sehr viel tut.